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Schachverbände in Deutschland

Die Dachorganisation der deutschen Schachverbände ist seit 1877 der Deutschen Schachbund e.V (DSB). Dieser ist wiederum selber Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund sowie seit 1926 im Weltschachverband FIDE. Aktuell hat der DSB etwa 89.000 Mitglieder in 2.400 Schachvereinen. Er zählt somit zu einer der größten Schachverbände der Welt.

Kleiner geschichtlicher Abriss zur Organisation der deutschen Schachverbände

Während des Kongresses vom 18. Juli 1877 in Leipzig, dessen Veranstalter der Mitteldeutsche Schachbund war, wurde der vielfache geäußerte Wunsch in die Tat umgesetzt, die vielen regionalen Schachverbände unter dem Dach einer übergeordneten Organisation zu vereinen. An jenem Tag wurden die Rahmenbedingungen des neuen deutschen Schachverband festgelegt und seit dem gilt dieser als der eigentliche Gründungstag des DSB. Jener Schachverband berief nun seinerseits, im zweijährigen Rhythmus, alle regionalen Schachverbände zu einem Bundeskongress zusammen, zu dessen Höhepunkt ein international ausgetragenes Meisterturnier gehörte. Dieses eine Meisterturnier wurde im Rahmen des 20. Kongresses von 1920, durch vier parallel geschaltete Haupturniere abgelöst.

Schachverbände in Deutschland

Dennoch existierten neben dem DSB bis 1933 (mit etwa 10.000 Mitgliedern) noch zahlreiche andere Verbände wie die SPD-Arbeiterschachvereine (ca. 10.000 Mitglieder), die KPD-Schachvereine (ca. 2.500 Mitglieder) sowie drei katholische Schachorganisationen (ca. 10.000 Mitglieder) und der Deutsch-Nationale Handlungshilfen-Verband (ca. 2.500 Mitglieder). Diese hohe Anzahl an weiteren Verbänden war unter anderem dadurch begründet, das beispielsweise die Arbeiterschicht aus den meisten bürgerlichen Vereinen indirekt ausgeschlossen war. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933, erfolgte auch die Gleichschaltung des Schachsports. Alle bis dahin existierenden Schachverbände wurden offiziell aufgelöst. Jene Mitglieder, die nach der nationalsozialistischen Ideologie als politisch korrekt galten, wurden unter dem Dach des nationalsozialistischen Großdeutschen Schachbundes (GSB) zwangsorganisiert. Im Jahr 1933 erfolgte gleichfalls der Austritt des GSB aus dem Weltschachverband FIDE. Trotz interner Zwiste zwischen dem GSB und dem KdF, fanden in der Folgezeit noch Schachspiele statt.

Schachverbände in Deutschland

Bereits direkt nach dem Krieg, im Jahr 1946, erfolgte die Reorganisation des deutschen Schachsports. So wurde im jenem Jahr die Arbeitsgemeinschaft deutscher Schachverbände ins Leben gerufen. Im folgenden Jahr fanden die ersten Schachspiele zur deutschen Nachkriegsmeisterschaft in Weidenau statt. Die Wiedergründung des Deutschen Schachbundes erfolgte dann im Jahr 1950 in Wiesbaden. Im gleichem Jahr wurde ebenfalls die Wiederzulassung zur FIDE erreicht. Parallel dazu entwickelte sich in der russischen Besatzungszone, der späteren DDR, in der Zeit von 1946 bis 1989 ein eigenständiges Schachleben. Dies führte am 27. April 1958 in Leipzig zur Gründung des Deutschen Schachverbands der DDR (DSV). Nach der Wiedervereinigung erfolgte am gleichen Ort 1990 auch die Zusammenführung in den Deutschen Schachbund.

Wie ist heute ein Schachverband organisiert?

Heute organisieren sich die einzelnen Schachspieler entweder in selbständigen Schachvereinen oder in entsprechenden Schachabteilungen eines Sportvereins. Beide Organisationsformen sind wiederum in einem übergeordnetem Schachverband zusammengeschlossen. Jedes Bundesland stellt in der Regel ein bis zwei Landesverbände, die ihrerseits Mitglieder des Deutschen Schachbundes sind. Die einzelnen Landesverbände sind nach dem Regionalprinzip in Bezirke und Kreise unterteilt.

Die Schachvereine bieten dem Spieler sowohl die Möglichkeit, sein Können in verschiedenen vereinsinternen Tunieren zu messen oder auch an einem der diversen freien Schachspiele. Des Weiteren nehmen sie auch an Schachspiele teil, die vom jeweiligen Schachverband ausgetragen werden. Jede daran teilnehmende Mannschaft besteht normalerweise aus acht Spielern und Spielerinnen. Während kleinere Schachvereine meist nur eine Mannschaft stellen, treten die größeren Vereine mit zehn oder mehr Mannschaften an. Wie in einigen anderen Ländern, so existiert auch in Deutschland ein mehrstufiges Ligensystem. An deren Spitze steht seit 1980, eine aus sechzehn Mannschaften zusammengesetzte Schachbundesliga. Hinzu kommen Schachspiele, die einmal jährlich, anlässlich der Europameisterschaft der Vereine, ausgetragen werden.

Badischer Schachverband

http://www.badischer-schachverband.de/

 

Bayrischer Schachbund

http://www.schachbund-bayern.de/

 

Berliner Schachverband

http://www.berlinerschachverband.de/

 

Hamburger Schachverband

http://www.hamburger-schachverband.de/

 

Hessischer Schachverband

http://www.hessischer-schachverband.de/

 

Schachbund Nordrhein-Westfalen

http://www.schach-nrw.de/

 

Niedersächsischer Schachverband

http://www.nsv-online.de/

 

Schachbund Rheinland-Pfalz

http://www.sbrp.org/cms/

 

Saarländischer Schachverband

http://ssv1921ev.de/

 

Schachverband Schleswig Holstein

http://www.schachverband-sh.de/

 

Landesschachbund Bremen

http://www.landesschachbundbremen.de/

 

Schachverband Württemberg

http://www.svw.info/

 

Landesschachbund Brandenburg

http://www.lsbb.de/

 

Landesschachverband Mecklenburg-Vorpommern

http://www.lsvmv.de/

 

Schachverband Sachsen

http://www.schachverband-sachsen.de/

 

Landesschachverband Sachsen-Anhalt

http://www.schach-sachsen-anhalt.de/

 

Thüringer Schachbund

http://www.thsb.de/