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Gibt es antike Schachspiele?

Gibt es antike Schachspiele?
Das Schachspiel gelangte auf verschiedenen Wegen vom nahen und mittleren Osten nach Europa. Im deutschsprachigen Raum wurde es erstmalig um das Jahr 1050 urkundlich erwähnt. Archäologisch wurden auf verschiedenen Burgen des Mittlealters aus Knochen geschnitzte Schachfiguren nachgewiesen sowie kunstvoll aus Holz gedrechselte Exemplare wie auf der Burg Mülenen im Schweizer Kanton Bern. Zwischen den Jahren 1248 bis 1308 wurden in der Nähe von Bamberg Schachbretter und -figuren aus Ton produziert. Während der weiteren Jahrhunderte blieb es vornehmlich ein Spiel des Adels und des Patriziertums. Erst im Laufe des 19. Jahrhunderts avancierte das Schach zum Lieblingsspiel des Bürgertums. In dieser Zeit wurden die ersten nationalen und internationalen Turniere abgehalten und in verschiedene Länder die ersten Schachverbände und -vereine gegründet. Im 19. und im frühen 20. Jahrhundert wurden die eigentlichen Grundsteine des heutigen Schachs gelegt.

Das Schachspiel als kunsthistorisches Sammlerobjekt

Die Gestaltung des Schachspiels war seit Jahrhunderten für begabte Handwerker weltweit eine Art der besonderen Herausforderung. Gleichzeitig sind die unterschiedlichen Ausführungen von Brett und Figuren auch ein Spiegel der einzelnen Kulturen und Epochen. Im Laufe dieser Zeit kamen zahlreiche Techniken und Materialien zum Einsatz. Wer innerhalb dieses speziellen Sammlergebietes begehrte und seltene Objekte finden möchte, ist vor allem auf gute Kontakte angewiesen. Allerdings je spezieller und exotischer ein Sammlergebiet ist, desto schwieriger gestaltet sich der Austausch mit Gleichgesinnten. Aus diesem Grund wurde in den 1980er Jahren die Vereinigung „Chess Collectors International“ gegründet. Seit diesem Zeitpunkt finden weltweit alle zwei Jahre internationale Treffen und Kongresse statt. Des Weiteren organisiert dieser Interessenverband zahlreiche Ausstellungen und veröffentlicht Dokumentationen rund um das Schach.

Das historische Schachspiel als Sammlerobjekt für Jedermann.

Das Sammeln von antiken Schachspielen ist keineswegs nur ein Hobby einiger Gutbetuchter. Die Interessenten dieses sehr speziellen Hobbys kommen heute aus allen sozialen Schichten. Den das Sammlerobjekt Schach ist nachwie vor für jeden Geldbeutel attraktiv. Einige kaufen ihre Exemplare zu günstigen Preisen auf dem Flohmarkt und andere wiederum erstehen ihre erlesenen Stücke auf einschlägigen Auktionen. Ein wesentlich diffiziles Problem stellt allerdings die richtige Datierung der Sammlerstücke dar. Dies ist aber ein grundsätzliches Problem, denen alle Kleinkunstskulpturen unterliegen.

Weitere Infos finden Sie in unseren Rubriken Schachspiel, Schachbrett, Schachfiguren, Schachuhrund Schachcomputer.
Natürlich gibt es antike Schachspiele.